15. Juli

EULAR 2019: Einfluss von Entzündungsmarkern auf die radiographische Progression in der PsA

Dr. Carina Borst ist seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin und  PhD-Studentin an der Klinischen Abteilung für Rheumatologie der  Medizinischen Universität Wien. In ihrem Projekt, welches sie am EULAR  2019 präsentierte, untersuchte sie den Einfluss von klinischen und  systemischen Entzündungsmarkern auf die radiographische Progression der  Psoriasisarthritis. Es konnte gezeigt werden, dass die klinische  Entzündung in Form einer klinischen Gelenkschwellung auch bei  PatientInnen ohne systemische Entzündungszeichen ein Faktor für die  radiographische Progression ist, wohingegen eine systemische Entzündung  ohne klinische Gelenkschwellung weniger prognostisch bedeutsam ist.

15. Juli

EULAR 2019: Ist Gelenksschmerz ein Zeichen für Inflammation?

Dr. Irina Gessl ist Assistenztärztin an der Abtl. für Rheumatologie der  Medizinischen Universität Wien. Am EULAR 2019 präsentierte sie ihre  Arbeit “Tenderness can be regarded as a sign of inflammation in  rheumatoid arthritis, but not in psoriatic arthritis or osteoarthritis”,  in der die Frage behandelt wurde, ob Schmerzhaftigkeit in entzündlichen  Gelenkserkrankungen als Zeichen von Inflammation gewertet werden kann.

15. Juli

EULAR 2019: Homogenisierung von Remissionsdefinitionen in der RA

Dr Paul Studenic PhD von der klinischen Abteilung für Rheumatologie der  Medizinischen Universität Wien spricht über einen seiner diesjährigen #EULAR2019 Beiträge: Die Veränderung des Grenzwerts des Patient Global Asssessment  innerhalb der ACR/EULAR Boolean Remissionskriterien für RA um zu einer  besseren Homogenisierung der Remissionsdefinition beizutragen.

15. Juli

EULAR 2019: Therapieeffekte in der RA

Dr. Andreas Kerschbaumer spricht am EULAR 2019 in Madrid über seinen  systematischen Literaturreview, in dem die Therapieeffekte von Phase II  und Phase III Studien, bei rheumatoider Arthritis, miteinander  verglichen wurden. 

15. Juli

EULAR 2019: Stratifizierung von RA-Patienten mittels STAT-Aktivitätsprofilen

Barbara Dreo, Bsc gibt eine kurze Zusammenfassung ihres Posterbeitrages  während des EULAR 2019 in Madrid: Die Stratifizierung von Patienten mit  Rheumatoider Arthritis (RA) anhand des Aktivitätprofils von STATs gibt  spannende Einblicke in die Aktivität des JAK/STAT-Signalwegs und  könnte  helfen neue Biomarker in der RA zu etablieren.

15. Juli

EULAR 2019: MR-Studie zur Prävalenz von knöchernen Veränderungen der Wirbelsäule in der axSpA

Dr. Andreas Haidmayer von der Med. Uni Graz und LKH Südsteiermark präsentiert am EULAR 2019 in Madrid seinen Abstract "Prevalence of structural changes at the posterior part of the spine in axial spondyloarthritis evaluated by MR". 

15. Juli

EULAR 2019: Die Rolle von Bildgebungsverfahren in der Rheumatologie

PD Dr. Peter Mandl ist ein Facharzt an der Klinichen Abteilung für  Rheumatologie der MUW. Am EULAR 2019 präsentierte er die Ergebnisse  einer von einer EULAR Task-Force getriebene Projekt über die Verwendung  und den Zugang zu unterschiedlichen Imagingmodalitäten in Europa. Durch  diese Imaging-Landkarte wurde auch Bedürfnisse bezüglich Training  hinsichtlich rheumatologischer Bildgebung aufgezeigt. 

15. Juli

EULAR 2019: Ultraschall als Diagnosehilfe bei Großgefäßriesenzellarteriitis

Dr. Philipp Bosch spricht im Rahmen des EULAR 2019 in Madrid über sein  Projekt zur Rolle des Ultraschalls als Diagnosehilfe bei Patientinnen  und Patienten mit chronischer Großgefäßriesenzellarteriitis.

27. Februar

Valentin Ritschl: Einblicke in die fehlende Adhärenz von RA Patienten

"I do not want to suppress the natural process of inflammation": new insights on e the factors associated with non-adherence in rheumatoid arthritis....

Schätzungsweise 50-70% der PatientInnen mit rheumatoider Arthritis halten sich nicht an die Behandlungsempfehlungen von ÄrztInnen bzw. anderen GesundheitsdienstleisterInnen. Viele PatientInnen ändern selbstständig die Behandlungsempfehlungen oder brechen diese überhaupt ab. Dadurch erhöht sich das Risiko, kein optimales Behandlungsergebnis zu erreichen. Die behandelnden ÄrztInnen gehen davon aus, dass die Behandlungsempfehlungen eingehalten wurden. Auch an der rheumatologischen Ambulanz des Wiener AKHs und am Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz haben wir beobachtet, dass jährlich ca. 100 PatientInnen keine regelmäßigen Arztbesuche wahrnehmen. Bisher war nicht bekannt, ob diese PatientInnen den Behandlungsempfehlungen nicht mehr folgen (also ihre Behandlung abgebrochen haben) oder ob sie an eine andere Institution gewechselt haben (also ihre Behandlung weiterführen wie geplant). Ziel dieses Projektes war es daher, PatientInnen, die ihre Behandlung abgebrochen haben, zu kontaktieren und Gründe für den Abbruch zu erfragen.

Von 459 PatientInnen mit rheumatoider Arthritis, die den Kontakt zu unseren Ambulanzen abgebrochen haben, stimmten insgesamt 131 PatientInnen zu an den Interviews teilzunehmen. 43 dieser PatientInnen brachen die Behandlung ihrer rheumatoiden Arthritis tatsächlich ab.

 

PatientInnen hielten Behandlungsempfehlungen nicht ein,

  • wenn sie den Zweck der Behandlung nicht verstanden, keinen Nutzen durch die Behandlung erlebten und/oder Nebenwirkungen durch die Behandlung hatten.
  • wenn der Aufwand als zu hoch empfunden wurde. Diese wurde vor allem genannt bei langen Wartezeiten und wenn Behandlungsempfehlungen Änderungen des Lebensstils bedeuteten (wie zum Beispiel regelmäßige Übungen durchführen).
  • wenn sie weniger Unterstützung aus dem Umfeld erhalten haben.
  • wenn sie nicht aktiv in den gemeinsamen Entscheidungsprozess für die weitere Behandlung von den ÄrztInnen und/oder GesundheitsdienstleisterInnen miteinbezogen wurden.
  • wenn Meinungen, Werte oder Überzeugungen, wie beispielsweise eine generelle Ablehnung der Schulmedizin, den Empfehlungen der Ärztinnen widersprachen.
  • wenn sie wenig/kein Vertrauen in ihre ÄrztInnen bzw. andere GesundheitsdienstleisterInnen hatten.
  • wenn sie überzeugt waren die Krankheit selbst unter Kontrolle zu haben.  
  • wenn ÄrztInnen nur Medikamente verschrieben, ohne mit den PatientInnen auch andere gesundheitsförderliche Aspekte der Behandlung zu besprechen (körperliche Aktivitäten, Selbstmanagement u.ä.).

Weitere 88 Personen hielten die Behandlungsempfehlungen ein, hatten aber die Ambulanz/Institution gewechselt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Erkenntnisse aus dieser Studie dazu beitragen, dass wir das Phänomen der Behandlungsabbrüche besser verstehen. ÄrztInnen, sowie andere GesundheitsdienstleisterInnen können die Probleme, die bei der Einhaltung von Behandlungsempfehlungen entstehen bei der Beratung und Schulung von PatientInnen explizit ansprechen und eventuelle Unterstützungen anbieten.

Ritschl, V., Lackner, A., Boström, C., Mosor, E., Lehner, M., Omara, M., ... & Stamm, T. A. (2018). I do not want to suppress the natural process of inflammation: new insights on factors associated with non-adherence in rheumatoid arthritis. Arthritis research & therapy, 20(1), 234.